Freitag, 11.08.2006
Heizung und Lehmziegelschichten
Wir haben auch schon Heizung! Fußbodenheizung, um genau zu sein. Auch das wurde peinlichst genau dokumentiert, wir haben ungefähr tausend Bilder dieser Art:
Aber das Highlight war das hier:
Dann folgte die letzten beiden Wochenenden die bisher am größten angelegte Aktion: Die Lehmziegel! Hier das Warenlager:
Was man hier sieht, sind die Lehmziegel und rechts im Carport, die Schilfrohrmatten, die dann obendrauf kommen. Also, das ganze funktioniert so: Erst müssen die Lehmziegel ins Haus geschleppt werden (2.700 Stück):
Pro Eimer schafft man ca. 3 Ziegel, die sind nämlich relativ schwer. Trotzdem ist es schön, wenn man bei der Arbeit gute Laune hat:
Hatte ich erwähnt, dass die Dinger in alle Stockwerke, also bis unters Dach mussten? Hier empfiehlt sich die Einrichtung einer Kette:
So, jetzt gibt es einen Bottich voll ... ja, was ist da eigentlich drin? Ich muss zugeben, so genau weiß ich das nicht, wir nennen es einfach "Dreck".
Der wird hübsch angerührt, mit mal weniger, mal mehr Klumpen (Bollen) drin (die aber mitunter ganz praktisch waren), und dann klatscht man das Ganze mit Eifer an die Wand:
Ich gebe zu, zeitweise hat das einen Anstrich von Kinderarbeit, aber ich schwöre, die beiden haben das freiwillig gemacht!
Nein, hier war sie nicht schon so schwach, dass sie nicht mehr selbständig die Flasche halten konnte ...
... sie ist nur ein Fan von echter Handarbeit
An dieser Stelle allen Freunden, die sich bereit erklärt haben, an einem Samstag auf unserer Baustelle schwer zu schuften, ein ganz liebes Dankeschön: Mama (Schleppen, Mauern und Verpflegung), Klaus (Dreck anrühren, Kabel verlegen, Rat und Tat), "Lord Helmchen" Volker (Schleppen, Mauern, hilfreiche Tips zur Prozessverbesserung), Uschi (Schleppen, Mauern) und Andi, Neli, Nadine und Jasmin (Schleppen, Mauern, Hundesitting).
Zum Abschluss noch ein paar Impressionen:
Ja, es gibt uns noch!
Ich gebe zu, es war lange Funkstille hier, aber in den letzten Wochen war wirklich einiges los! Unter anderem haben wir fleissig weitergearbeitet. Die Fassade ist fertig und das Gerüst ist verschwunden. Die Farbe der Lärche hat uns dann so gut gefallen, dass wir schwach geworden sind und beschlossen haben, die Fassade doch zu ölen, weil sie dann viel langsamer vergraut. Und offensichtlich gibt es Wundermittelchen, die auch später noch die Original-Farbe zurückbringen können. Das würde sich in diesem Fall doch echt lohnen, oder:
Ja, und dann war da noch die Sache mit der Schlepperei ... Die laden ja alles bloß vor der Hütte ab, reintragen dürfen wir's dann - in diesem Fall Dämmung und Trittschalldämmung. In hübschen unhandlichen Paketen, die irgendwie schwerer sind als sie aussehen. Hier ist der Herr Fischer noch ein ganz Frischer (hm, naja).
Und die Frau Fischer langt beherzt zu:
Man beachte die Tragetechnik! Die würde ich so nicht mehr anwenden. Bei der Trittschalldämmung bekam der über den Kopf stehende Teil plötzlich Übergewicht und hat mir fast das Genick gebrochen. Mit dem Effekt, dass ich ca. 2 Std. später weder sitzen noch stehen konnte, geschweige denn den Kopf bewegen. Wie dankbar ist man da doch, wenn der Schwager Physiotherapeut ist und eine Sonderbehandlung reinschiebt. Sonst hätte ich den Tag nicht übestanden. Nochmal danke, Frank!!!
Ich will auch das Bild nicht vorenthalten, als ich schon in diesem Zustand war und wir aber unbedingt noch Müll entsorgen mussten. Ich glaube, der Gesichtsausdruck spricht für sich:
Mittwoch, 21.06.2006
Kleiner Ausflug in den Keller
Letzten Samstag haben wir den Keller bearbeitet. Auch da musste Rigips an die Wände und Feuchtigkeitsschutzmatten auf den Boden. Die Matten heißen Katja, sind auf Rollen und müssen auf die jeweilige Länge zugeschnitten werden. Ist 'ne ziemlich widerliche Angelegenheit, weil die fast ausschließlich aus Teer bestehen, was furchtbar klebt und stinkt. Natürlich war das nach einer kurzen Einweisung mein Job ...
Das ist das Gerät, mit dem die Plane bearbeitet wird - ein sogenannter Enterhaken:
Dann musste noch in die Wand zum Heizungskeller ein Loch. Unsere Nachbarn waren nachts aus dem Pfingsturlaub heimgekommen und befanden sich noch in Tiefschlaf - sie hatten nicht mal mehr das Auto ausgeladen. Jedenfalls waren sie nach dieser Aktion wach ...
Apropos Heizungskeller: Der ist schon so gut wie fertig, die Heizung steht schon drin, auch der Wasserkessel (der mich irgendwie an die Borg erinnert ...) und der Pelletsspeicher (Bilder in dieser Reihenfolge):
Außerdem findet man im Keller weitere Kuriositäten - möchte wissen, was die Handwerker damit machen:
Ich sehe sie förmlich sitzen in ihrer Mittagspause mit einer hübschen Schlamm-Maske im Gesicht - Wellness am Arbeitsplatz ;-)
Die Handwerker, die an der Fassade arbeiten, sehen jedenfalls noch ganz frisch aus, hier die ersten Bilder vom vorläufig endgültigen Erscheinungsbild unserer Hütte:
Vorläufig deshalb, weil das Lärche ist und wir sie unbehandelt lassen. D.h., das Holz wird mit der Zeit vergrauen. Viele allgäuer Stadel sehen so aus und auch unsere Hütte wird bald diese Färbung annehmen:

Freitag, 16.06.2006
Kleine Kuriositätensammlung
Letzten Samstag wurden noch die Wände im Erdgeschoss einseitig mit Rigips verkleidet. - da das nicht so viele sind, hatte ich ab und zu frei :-) In dieser Zeit habe ich ein paar hübsche Ecken im Haus fotografiert, um einen Eindruck zu vermitteln, wie's da so aussieht. Man sollte nicht glauben, dass das mal unser Schlafzimmer wird:
Und auch das Wohnzimmer ist schon richtig heimelig:
Wer sich für Sanitärinstallationen interessiert, wird sich sicher für den momentanen Zustand im Bad EG begeistern können:
Überall liegen Kartons mit dubiosem Inhalt rum:
Am Kamin wurden eindeutige Anweisungen angebracht (ich bin schon froh, dass der Pfeil am fertigen Kamin wirklich nach oben zeigt):
Die Handwerker schwören auf moderne Unterhaltungstechnik:
Sehr hübsch ist auch, was wir in der EG Dusche entdeckt haben. Das Metallteil hinten links ist für die Erdung, daran kann man z.B. einen Blitzableiter anschließen. Na, dämmert's schon? Ja! Eigentlich soll das Teil raus in die Erde führen, nicht ins Haus. Was passiert wohl wenn's gewittert und meine Mutter unter der Dusche steht???
Auch sehr schön: Wir erinnern uns als Marcus im Herbst in strömendem Regen noch fleißig Leerrohre in der Kellerdecke verlegt hat:
Tja, man macht dann wenn der Beton drin ist, eine sogenannte Kernbohrung - wozu die gut ist, hab ich leider vergessen. Vergessen hatte Marucs offensichtlich auch, wo er die ganzen Leerrohre verlegt hatte, denn die Kernbohrung fiel so aus:
Da hab ich doch jetzt schon mal einen schönen Briefbeschwerer für mein Büro :-)
Aber inzwischen sind auch beide Dachgaupen fertig und man kann die geniale Aussicht bewundern. Hier vom Schlafzimmer aus in Richtung Osten auf den Grünten, den Wächter des Allgäus (äh, und mich mit der Kamera):
Und vom Wohnzimmer aus Richtung Süden in die Allgäuer Alpen (sind auf dem Foto nicht soo gut zu erkennen, aber sie sind wirklich da):
Kleine Kuriositätensammlung
Letzten Samstag wurden noch die Wände im Erdgeschoss einseitig mit Rigips verkleidet. - da das nicht so viele sind, hatte ich ab und zu frei :-) In der Zeit habe ich mal ein paar hübsche Ecken im Haus fotografiert, um mal einen Eindruck zu vermitteln, wie's da so aussieht. Man sollte nicht glauben, dass das mal unser Schlafzimmer wird:
Und auch das Wohnzimmer ist schon richtig heimelig:
Wer sich für Sanitärinstallationen interessiert, wird sich sicher für den momentanen Zustand im Bad EG begeistern können:
Überall liegen Kartons mit dubiosem Inhalt rum:
Am Kamin wurden eindeutige Anweisungen angebracht (ich bin schon froh, dass der Pfeil am fertigen Kamin wirklich nach oben zeigt):
Die Handwerker schwören auf moderne Technik:
Sehr hübsch ist auch, was wir in der EG Dusche entdeckt haben. Das Metallteil hinten links ist für die Erdung, daran kann man z.B. einen Blitzableiter anschließen. Na, dämmert's schon? Ja! Eigentlich soll das Teil raus in die Erde führen, nicht ins Haus. Was passiert wohl wenn's gewittert und meine Mutter unter der Dusche steht???
Auch sehr schön: Wir erinnern uns als Marcus im Herbst in strömendem Regen noch fleißig Leerrohre in der Kellerdecke verlegt hat:
Tja, man macht dann wenn der Beton drin ist, eine sogenannte Kernbohrung - wozu die gut ist, hab ich leider vergessen. Vergessen hatte Marucs offensichtlich auch, wo er die ganzen Leerrohre verlegt hatte, denn die Kernbohrung fiel so aus:
Da hab ich doch jetzt schon mal einen schönen Briefbeschwerer für mein Büro :-)
Aber inzwischen sind immerhin beide Dachgaupen fertig und man kann die geniale Aussicht bewundern. Hier vom Schlafzimmer aus in Richtung Osten auf den Grünten, den Wächter des Allgäus:
Und vom Wohnzimmer aus Richtung Süden in die Allgäuer Alpen:
Freitag, 09.06.2006
Dachgaupe Nord
Dank des endlich besseren Wetters in den letzten Tagen wurden jetzt die Dachgaupen in Angriff genommen. Die nordseitige ist schon fast fertig! Im Gegensatz zur Südseite bekommt diese in der Mitte Holz statt Glas. Die Verlockung, vom Bett aus direkt in die Sterne schauen zu können, war zwar groß, aber die Vernunft hat dann doch gesiegt :-) Rechts und links kommt außerdem noch genügend Licht rein und wahrscheinlich kann man die Sterne auch dadurch noch ganz gut erkennen.
So sieht das Ganze von außen aus:
Und so von innen:
Hier sind schon die 3 Holzplatten drin und hier drunter wird dann unser Bett stehen:
Morgen wird wieder fleißig Rigips geschraubt, mal sehen, ob wir fertig werden ...
Donnerstag, 08.06.2006
Rigips
Letzten Samstag haben wir die Innenwände einseitig mit Rigips verkleidet - einseitig, weil die Holzständerwände mit Lehmziegeln ausgefacht werden und auf der anderen Seite dann Schilfrohrmatten drankommen. Durch diese Matten können die Lehmziegel Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben und schaffen so ein gutes Raumklima.
Zu diesem Behufe rückte die silberne Handwerkerflotte an:
Marcus' Vater und netter weise auch sein Bruder wollten mithelfen. Angefangen hat alles damit, dass wir die Platten von just diesem Ort, der hier zu sehen ist, über die Holzplanken ums halbe Haus nach innen und weiter in den ersten Stock sowie in den Keller transportieren mussten. Die Dinger sind schwerer als sie aussehen ... Mein Muskelkater war sogar schon 2 Tage später wieder abgeklungen :-)
Im Bad hatten die Handwerker schon vorgelegt und die speziellen Platten für den Nassbereich angebracht - hier sehen wir die zukünftige Sauna und links davon die Dusche:
So, die Platten mussten also in der Höhe angepasst und an die Holzständerwände angeschraubt werden. Das erforderte erst mal intensive Diskussion über die genaue Vorgehensweise bei den Männern:
Aber irgendwann waren sie sich einig und die erste Platte näherte sich ihrem endgültigen Bestimmungsort:
Nun stellte sich folgendes Problem: Die Platte muss an der Decke bündig anschließen, ist aber sauschwer und bietet eigentlich keine Haltemöglichkeiten. Die Männer ersonnen nach kurzer Überlegung folgenden einfachen aber genialen Mechanismus:
So, nur noch festschrauben - fertig. Hier musste ich dann auch mit ran - anfangs noch nicht sonderlich professionell:
(So, Mädels, ich hoffe, ihr seid zufrieden!)
Aber Übung macht den Meister, gegen später lief's schon wie geschmiert - und die Haltungsnote konnte ich auch noch erheblich verbessern (ok, jetzt muss ich mir nur noch das Lachen verkneifen):
Dann wurde es interessant! Ich freundete mich mit der Stichsäge an - und was soll ich sagen - das scheint eine Freundschaft für's Leben zu werden. Schon von weitem witterte ich jede sich bietende Gelegenheit: 10 cm in der Breite abnehmen, rechteckige Aussparungen für Elektroleitungen, halbrunde für Sanitär, ganz runde Löcher mitten in der Platte ... ich war nicht mehr zu halten.
Hier noch ein paar Impressionen - zuerst Marcus mit einer Hommage an Frankreich:
Machmal kam ich mir aus unerklärlichen Gründen irgendwie beobachtet vor?
Und Marcus' Vater bastelte in der Zwischenzeit im Dachgeschoss an den elektrischen Leitungen ...
... mit folgendem Ergebnis:
Besonders erwähnen möchte ich noch die Mütter: Während die eine uns bekochte und bebackte, erbarmte sich die andere unseres "armen" Hundes und ließ sich um den Baggersee jagen. Vielen Dank noch mal!
Und am Ende des Tages konnten wir noch genießen, wie die untergehende Sonne unser Haus durchflutet:
Donnerstag, 01.06.2006
Glück im Unglück
Bin wieder besänftigt! Habe nämlich gelernt, dass wir echtes Glück haben, dass wir so ganz öko-mäßig mit Hanf dämmen. Hätten wir mit der sonst allgegenwärtigen Mineralfaser gedämmt, wäre die jetzt komplett hinüber - die verträgt Nässe so gar nicht.
Also bedeutet das jetzt, dass wir die Holzplatten vor der Dämmung wieder runtermachen und den Hanf trocknen lassen müssen - was der offensichtlich dann auch recht bereitwillig tut. Und dann ist alles wieder wie neu. Also sollte jetzt bloß das Wetter langsam der Jahreszeit angemessen werden, dann kriegen wir das schon wieder hin.
Und besser, wir bemerken das Leck am leeren Haus als dann so langsam und schleichend wenn wir schon drin wohnen ...
Bin gespannt, was es dieses Wochenende neues zu sehen gibt!
Montag, 29.05.2006
Es regnet - und das ist richtig schlecht!
Das ganze Wochenende hat es geregnet - und die Abdeckung auf dem Dach ähnelt einem Schweizer Käse. Überall tropft das Wasser durch. Hat es letzte Woche zwar auch schon, aber da war auch noch keine Dämmung drauf und drin. Nasser Hanf stinkt erbärmlich - erinnert irgendwie an Ziegenstall. Außerdem ist das ja nicht so gedacht, dass das Zeug nass wird. Deshalb wird uns nichts anderes übrig bleiben als alles wieder runterzumachen und zu trocknen.
Die Stimmung nähert sich bedrohlichen Werten, da das nicht nur auf die Finanzen Auswirkungen hat , sondern auch auf die weiteren Arbeiten, die ja streng durchgetaktet sind. Und somit auf den Einzugstermin (die Wohnung in München ist schon gekündigt!).
Mit Treppenlöchern, Wänden und Stützpfeilern, die da nicht reinsollen, konnte ich noch ganz gut leben, jetzt wird's langsam anstrengend. Und es soll erst mal weiter regnen und am Mittwoch sogar bis 1.000 m runterschneien - Petrus, hab ein Einsehen, ich hab heute auch aufgegessen!
Dämmung
Als ich das letzte Mal in unseren Keller geschaut habe, fragte ich mich, ob wir für diverse Tonnen Hanf eigentlich verhaftet werden können?
Naja, die Matten sind ja nicht zum Rauchen, sondern werden an die Außenwände gepappt - ehrlich!
Das Ganze wird dann hübsch mit Holzfaserplaten - regen-, wind- und überhaupt wetterbeständig - verkleidet:
Unterm Dach wird ebenfalls mit Hanf gedämmt:
Außerdem ist unser Dachgarten auch schon fertig - überdacht den Eingangsbereich der Erdgeschosswohnung und gleichzeitig die beiden Abstellräume:
Innen werden fleißig Heizung und Sanitär installiert und auch Elektroleitungen werden verlegt: